Katzenhilfe Hannover e.V.
Katzenhilfe Hannover e.V.

2. Dezember – Lilly & Charlie

Positive Gedanken

sind der beste Start für

die Reise auf die

Sonnenseite des Lebens.

(Jeremy A. White)

 

Hallo ihr Lieben,

ich bin Lilly und zusammen mit meinem Bruder Charlie am 14. Juni bei der Katzenhilfe Hannover eingezogen. Ich werde Euch mal unsere Geschichte erzählen, da Charlie dazu keine Lust hat.

Die Leute von der Katzenhilfe haben uns beide von einem Mann und seiner Frau gerettet, die gezielt Katzenbabys von landwirtschaftlichen Betrieben abgreifen oder z.B. im Internet nach Kätzchen suchen, die als "Zu verschenken" angeboten werden, um sie dann teuer als Mischlingskatzen auf Ebay Kleinanzeigen zu verkaufen. Dubiose, rücksichtslose Katzenhändler, die das schnelle Geld machen wollen!

 

Die Frau von der Katzenhilfe hat dem Mann richtig Dampf gemacht, nachdem sie ihm gesagt hatte, dass die beiden Tierschützerinnen keine Interessenten, sondern vom Katzenschutz-Verein sind. Zuerst hat der Mann noch versucht zu behaupten, dass wir beide die letzten Kitten eines Wurfes seiner eigenen Hauskatze seien, war aber nicht in der Lage, unsere Mutter zu zeigen. Dann behauptete er, dass unsere Mutter vorübergehend bei seinen Eltern sei und dass die gerade nicht da seien, so dass die Frauen vom Katzenschutz unsere Mutter deshalb nicht ansehen könnten. Er hat die abenteuerlichsten Behauptungen aufgestellt, obwohl die Frau von der Katzenhilfe ganz genau wusste, woher wir kamen. Natürlich hat dieser Mann versucht, die Frauen vom Katzenschutz wieder los zu werden, da er uns nach wie vor für 250 € pro Kitten verkaufen wollte.

Da die Frauen vom Katzenschutz allerdings belegen konnten, woher wir ursprünglich kamen und auch nicht davor zurückschraken, die Polizei kommen zu lassen, sollte uns der Mann nicht herausgeben, gab dieser nach. Denn als ihm gesagt wurde, mit welchen Bußgeldern er zu rechnen hat, falls er sich weigern sollte, uns zu übergeben, ging ihm bestimmt die Muffe.

 

Wir kommen ursprünglich aus der Region von Berlin. Hier fand uns ein Paderborner Ehepaar, welches zu Besuch in Berlin war, auf dem Heimweg im Straßengraben. Eines unserer Geschwisterchen war schon totgefahren worden und wegen diesem hatte das Ehepaar angehalten und uns beide entdeckt. Da es mitten auf einer Landstraße war und über zig Kilometer keine Häuser in der Nähe waren, gingen die Leute davon aus, dass wir ausgesetzt worden sind, weswegen sie uns mit nach Hause nahmen. Da diese netten Leute uns nicht behalten konnten, inserierten sie uns bei Ebay Kleinanzeigen als „zu verschenken“, obwohl dies seit Oktober letzten Jahres (zum Schutz aller Tiere) verboten ist. Hier wurden wir dann von diesem Mann und seiner Frau entdeckt, die sofort bis nach Paderborn fuhren, um uns abzuholen, damit sie uns verkaufen können.

Diese Leute haben unseren Findern gegenüber behauptet, dass wir lebenslang bei ihnen bleiben können, sich gut um uns gekümmert wird, sie schon immer Katzen gehabt hätten und jüngst ihre Katze euthanasieren lassen mussten, da sie krank war, dass wir ein großes Haus mit Garten haben würden u.s.w. So wurden wir dann diesen Menschen übergeben, da alles ganz toll zu sein schien.

 

Unsere Finder erkundigten sich einen Tag später, nachdem wir abgeholt worden waren, wie es uns gehen würde. Sie schrieben dafür eine Mail über Ebay Kleinanzeigen, da sie sich weder einen Namen noch eine Telefonnummer oder Adresse geben lassen haben. Sie hatten uns im guten Glauben, dass wir eine tolle Familie gefunden haben, einfach so mitgegeben.

Da sie auch nach einer zweiten und dritten Mail keine Antwort bekommen hatten, kam unseren Findern ein böser Verdacht und sie schauten bei Ebay Kleinanzeigen (in dem Ort, wo wir angeblich hätten wohnen dürfen) und dort fanden sie uns dann auch zum Verkauf. Das Ehepaar suchte dann Hilfe bei der Katzenhilfe Hannover. Sie berichteten ganz ausführlich und legten die Mails und auch Fotos von uns vor und somit kam der Stein ins rollen.

 

Ja, so kamen wir zu der Katzenhilfe. Kaum dass wir hier angekommen waren, fiel auf, dass wir gesundheitlich überhaupt nicht auf der Höhe waren. Wir hatten hohes Fieber, mochten nicht essen, hatten wässrigen Durchfall und Erbrechen. Natürlich sind wir gleich einem Tierarzt vorgestellt worden und nach vielen aufwändigen Untersuchungen wurde dann festgestellt, dass wir eine ganz schlimme und hartnäckige Darminfektion hatten, die lebensbedrohlich war. Ob wir auf der Straße etwas gefunden und gegessen hatten, was diese Infektion ausgelöst haben könnte oder ob wir schlecht gewordenes Futter bei diesen Katzenhändlern bekommen hatten; man weiß es nicht. Jedenfalls ging es uns grottenschlecht. Wir mussten jeden Tag zum Arzt, damit wir Infusionen gegen die Dehydrierung bekamen. Medikamente und Immunpräparate mussten wir bekommen sowie ganz hochwertiges Futter, um uns aus der Krise herauszubekommen. Mir ging es relativ schnell wieder einigermaßen gut, aber mein Bruder Charlie stand richtig auf der Kippe. Die Tierärztin und auch unsere Betreuer waren rund um die Uhr mit uns zu Gange und gaben ihr Bestes. Bei Charlie bestand sogar der schlimme Verdacht, dass er diese Infektion nicht überleben könnte und er sah auch aus wie Buttermilch und Spucke.

 

Auf diesen beiden Fotos kann man noch sehr gut sehen, wie schlecht es uns damals ging:

Nun nach all den Wochen der Krankheit, haben wir diese Infektion überstanden und wachsen und gedeihen. Wir sind derzeit zwar noch etwas kleiner und zierlicher als unsere altersentsprechenden Artgenossen, aber auf einem guten Weg, das aufzuholen.

Wir fressen gut, nehmen kontinuierlich zu und seit Wochen geht’s uns prima. Die Durchfälle und auch das permanente Erbrechen sind Vergangenheit. Wir haben uns aber auch richtig Mühe gegeben, wieder auf die Pfötchen zu kommen. Lustig war es nicht: ständig Tropfen, Paste, Tabletten, Infusionen, Blutabnahmen. Dennoch sind wir unseren Betreuern sehr, sehr dankbar und auch unserer Tierärztin, dass sie uns nicht aufgegeben haben. Demnächst ist geplant, dass wir beide kastriert werden. Zeit wird es, da wir im geschlechtsreifen Alter sind.

 

Was wir uns wünschen?

Wir wünschen uns, nachdem wir einen so anstrengenden Start ins Leben hatten, ein Zuhause, in dem wir tatsächlich gewollt sind, in dem man sich lebenslang um uns kümmern wird - in guten sowie vielleicht auch mal in weniger guten Zeiten. Charlie und ich sind zwei zauberhafte verschmuste (ehrlich gesagt auch sehr hübsche) Katzen. Wir spielen gerne, haben aber auch unsere kuscheligen Momente, die wir sehr brauchen. Wir vertrauen fest darauf, dass die Katzenhilfe das für uns passende Zuhause finden wird, damit wir eine solche Odyssee nicht noch einmal durchmachen müssen. (HIER geht's zur Vermittlungsseite von Lilly & Charlie)

 

Was wir uns für die Katzenhilfe wünschen?

Wir wünschen uns, dass die Katzenhilfe noch recht lange in der Lage ist, Katzen wie uns helfen zu können. Das setzt voraus, dass es auch in Zukunft Menschen gibt, die sich vorstellen könnten, ehrenamtlich den Verein zu unterstützen - z.B. indem sie eine Pflegestelle werden oder lernen und helfen, Katzen einzufangen. Es ist ganz wichtig, dass die Leute von der Katzenhilfe Unterstützung haben, da sie derzeit nur mit einer Handvoll Individualisten versuchen, die Tierschutzarbeit zu bestreiten und auf Verstärkung hierfür hoffen.

 

Liebe Grüße

Eure Lilly und Charlie

Beitrittserklärung
Beitrittserklärung.pdf
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Summe unserer Tierarztkosten im Jahr 2021

(Stand: 30. November)

25.087 €

Vielen Dank, dass wir das durch Ihre Hilfe ermöglichen konnten!

 

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Betreuung von Futterstellen im Stadtgebiet

 

Dauerpflegeplätze für nicht zu vermittelnde Katzen.

 

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