Katzenhilfe Hannover e.V.
Katzenhilfe Hannover e.V.

2. Dezember – Mia & Pia

Hallo zusammen,

 

wir sind zwei zuckersüße Schwestern und hatten einen nicht ganz so einfachen Start ins Leben. Aber nun, da man sich unserer angenommen hat, können wir in Ruhe und Geborgenheit wachsen und gedeihen, um bald ein schönes Zuhause finden zu können.

Wir sind während einer Kastrationsaktion in Pattensen eingefangen worden. Mitten in Pattensen gibt es auf einigen Höfen unzählig viele Katzen, die alle nicht kastriert sind. Den meisten dieser Katzen geht es nicht so prall. Einige von ihnen leiden Hunger und werden nicht satt, da das wenige Futter, welches man auf den Höfen den Katzen zur Verfügung stellt, einfach nicht ausreichend ist. Es besteht nämlich noch immer die irrige Annahme, dass wir Katzen, wenn wir zu satt sind, keine Mäuse und Ratten fangen würden, die oftmals ein Problem auf den landwirtschaftlichen Höfen sind. Wegen dieses Problems werden wir Katzen auf solchen Höfen auch oftmals geduldet, wenn wir zuwandern und bleiben. An Kastrationen und Versorgung wird aber meist nicht gedacht. Einige Besitzer*innen solcher Höfe meinen, dass wir ja nicht die eigenen Katzen seien und investieren deswegen auch nicht in Kastrationen. Leider vermehren wir uns ja sehr rasant und daneben werden oftmals auch Krankheiten, die auch tödlich verlaufen können, übertragen. Zudem prügeln sich insbesondere die unkastrierten Kater bis aufs Blut und verletzen sich gegenseitig meist so schwer, dass die Wunden sich infizieren und schwer oder gar nicht heilen. Oftmals haben die Katermänner schlimme eitrige Abszesse, in denen sich dann auch Fliegenmaden sammeln können. Sie haben abgebrochene Zähne, die die Kämpfe mit sich bringen und damit verbundene Schmerzen.

 

Tierschutzvereine bieten oftmals Hilfe an und wollen gerne die Katzen einfangen, kastrieren, tierärztlich untersuchen und mit Microchip versehen lassen; dies zu Lasten des jeweiligen Vereins. Die Hofbesitzer*innen hätten keine Kosten zu tragen. Dennoch werden die Hilfsangebote oftmals nur zögerlich angenommen oder sogar abgelehnt!

 

Wir kommen zum Beispiel von einem Hof, auf dem es einige Katzen gibt, die schwere Wachstumsstörungen oder Deformierungen haben, da dort viel Inzucht herrscht. Die Söhne verpaaren sich mit den Müttern; die Schwestern mit ihren Brüdern; die Väter mit ihren Töchtern. Dieses Paarungsverhalten über mehrere Generationen hinterlässt Spuren bei uns Kitten!

 

Auch wenn der*die ein oder andere Leser*in es nicht glauben mag, aber Pattensen ist ein Brennpunkt, da es hier wirklich Unmengen an unkastrierten Katzen gibt, die oftmals daneben auch ein Leben im Elend führen. Deswegen haben die Leute von der Katzenhilfe Hannover auch alle Hebel in Bewegung gesetzt, um auch in Pattensen eine Katzenschutzverordnung durchzusetzen. Die eine Frau von dem Verein hat in den einzelnen Ausschüssen für uns gesprochen und sich für uns stark gemacht. Sie konnte die Politiker davon überzeugen, dass eine Katzenschutzverordnung mehr als nötig ist. Die zuständigen Politiker*innen baten dann diese Frau, die Verordnung als Entwurf zu Papier zu bringen, da sie am besten weiß, auf was geachtet werden muss, damit das Papier dann auch von Nutzen ist.

 

Wir finden das richtig gut, denn auch wir mussten schlechte Erfahrungen machen, bis man sich unserer angenommen hat. Wären wir nicht gefunden und der Katzenhilfe übergeben worden, dann hätten wir auch nicht überleben können, denn wir waren schwer krank.

 

Als wir bei der Katzenhilfe Hannover einzogen, waren wir sehr dünn und auch nicht altersentsprechend gewachsen, da wir so viele Defizite hatten. Uns plagten schlimme wässrige Durchfälle und wir hatten eine beginnende Katzenschnupfen-Infektion, die uns zusätzlich massiv zusetzte. In unserem zarten Alter von nur 6 Wochen waren das zwei gesundheitliche Probleme, die nicht zu unterschätzen sind. Bedingt durch die Durchfälle waren wir zusätzlich dehydriert und es war auch gar nicht so sicher, ob wir diese schlimmen Infektionen überleben würden.

 

Mittlerweile ist aber alles vergessen. Es waren einige Blut- und Stuhluntersuchungen nötig, die dann glücklicherweise gezeigt haben, was uns plagt. So konnten wir entsprechend behandelt werden, was zugegebenermaßen ziemlich aufwändig war. Als unser Katzenschnupfen dann langsam zurückging, haben wir einen gesunden Appetit entwickelt. Jetzt konnten wir ja das Essen riechen und auch schmecken und unsere Schleimhäute in unseren Mäulchen war nicht mehr so stark entzündet, dass uns das Essen weh tat.

 

Die Leute vor Ort, die uns in Pattensen auf ihrem Grundstück gefunden haben, sagten den Frauen von der Katzenhilfe, dass unsere Mutter einfach irgendwann nicht mehr aufgetaucht ist und dass eine Katze, die unserer Mutter sehr ähnlich sah, tot am Straßenrand gelegen hätte. Deshalb sind wir auch so jung und ohne eine Mutter bei der Katzenhilfe eingezogen.  

 

Wir sind nun zwei quietschfiedele und superlustige Katzenmädchen, die auf der Pflegestelle alles entdecken wollen. Wir finden es Weltklasse, wenn wir von unseren Betreuer*innen geschmust und bespielt werden. Unser Leben ist sorglos geworden; wir haben keinen Hunger mehr; es quälen uns zu den fiesen Parasiten, die wir hatten, keine Infektionen mehr und was das allerallerbeste ist: wir haben nicht mehr unter Hunger und Kälte zu leiden.

 

Demnächst erhalten wir unsere zweite Impfung und dann können wir auch bald in ein eigenes neues Zuhause ziehen und dort unser Umfeld aufmischen. Wir sind nämlich zwei spielbegeisterte Mädchen. Interessant wird es für unsere neuen Besitzer*innen, uns dann auseinanderhalten zu können, denn wir beide sind pechschwarz und bis auf ein paar weiße Härchen in den Ohren meiner Schwester unterscheiden wir uns ansonsten gar nicht.

 

Was wir uns wünschen?

Wir wünschen uns ein schönes eigenes Zuhause mit einem gesicherten Balkon und damit verbunden Menschen, die uns ein Leben lang liebhaben und uns begleiten: immer für uns da sind!

 

Was wir uns für die Katzenhilfe wünschen?

Das Team von der Katzenhilfe sucht immer Leute, die sich vorstellen könnten, das Team zu verstärken. Es gibt einige Aufgabengebiete, für die immer Helfer*innen gesucht werden. Das Allerwichtigste sind Aufnahmeplätze, wo wir Katzen einziehen können, bis wir ein eigenes Zuhause gefunden haben. Vielleicht kann sich ja der*die ein*e oder andere vorstellen, eine Pflegestelle werden zu wollen. Das wäre riesig; denn je mehr Pflegestellen es gibt, desto mehr Katzen können aufgenommen und damit verbunden vor dem erbarmungslosen Leben auf der Straße gerettet werden.

 

Wir wünschen Euch allen ganz tolle Weihnachtstage im Kreis Eurer Lieben und schicken Euch schnurrige Grüße.

 

Eure Mia und Pia

Bekannt als die Pattensener Krümel

Summe unserer Tierarztkosten im Jahr 2022

(Stand: 30.11.2022)

35.438,16 €

Vielen Dank, dass wir das durch Ihre Hilfe ermöglichen konnten!

 

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Aufnahmeplätze für Katzen, die dann in ein neues Zuhause vermittelt werden.

 

Mithilfe bei unseren Veranstaltungen Sommerfest und Weihnachtsbasar (Auf- und Abbau, Standbetreuung etc.)

 

Betreuung von Futterstellen im Stadtgebiet

 

Dauerpflegeplätze für nicht zu vermittelnde Katzen.

 

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