Eine Adventsgeschichte - voller Liebe, Schmerz und Hoffnung
Liebe Freunde der Katzenhilfe Hannover,
ich möchte Euch heute eine Geschichte erzählen. Die Botschaft dahinter ist eine ganz Besondere und ich hoffe, dass diese möglichst viele Herzen erreicht.
Mein Name ist Sam. Ich bin Ende letzten Jahres adoptiert worden. Mein Leben verlief bis dahin sehr unschön. Ich hatte einen schlimmen Unfall und schon viel Leid durchlebt. Aufgrund eines Handicaps (mir fehlte ein Auge) war ich nie der Wunschkandidat für potentielle Adoptanten.
Doch da gab es diesen einen Menschen - sie verliebte sich sofort in mich! Im Nachhinein habe ich gehört, dass sie immer Katzen wählt, die nicht so einfach ein Zuhause finden. So erhielt ich endlich die Chance auf mein erstes richtiges Zuhause! Ich war so glücklich und dankbar!
Als ich ankam, stellte sich leider raus, dass ich noch viele andere Baustellen hatte: ich litt an diversen Erregern wie Tritrochomonaden, Pseudomonas, Calici, Mykroplasmen, E-Coli und Milben. Außerdem hatte ich einen Abszess hinter dem entfernten Auge und ausgeprägte FORL. Wir begannen einen großen Kampf, denn ich zeigte bei jeder Gelegenheit: ich will leben!
Trotz der Tatsache, dass die Katzenhilfe Hannover nicht der Verein war, welcher mich vermittelt hat, stand mir das Team zur Seite und hat meiner neuen Mama mit Rat zur Seite gestanden. Auch emotional haben sie uns unterstützt.
Nach 7 Monaten der Isolation und mehreren Operationen kam endlich der große Tag! Ich durfte zu den anderen Katzen und nun frei in meinem Zuhause umherlaufen. Ich war so glücklich und habe mein Zuhause und meine neuen Geschwister geliebt!
Jede Nacht schlief ich in den Armen meiner Mama. Am Tag spielte ich mit den anderen Vierbeinern. Ich hätte nicht glücklicher sein können! Bald darf ich mein erstes Weihnachten in meinem neuen Zuhause mit meiner eigenen Familien feiern - wir haben uns alle so darauf gefreut!
Doch leider hatte das Schicksal andere Pläne für mich.
Ende Oktober ging es mir plötzlich wieder sehr schlecht. Die Ärzte versuchten alles, damit es mir besser geht. In einer Not-OP stellte sich heraus, dass ich eine angeborene Anomalie im Darm habe - das hat dafür gesorgt, dass sich mein Darm verdreht hat und ich einen Darmverschluss bekam. Ich war dadurch sehr geschwächt. Trotz allem habe ich noch gekämpft. Doch mein Körper konnte nicht mehr. Ich bin nicht mehr aus der Narkose wach geworden.
Meine Mama hielt mich fest im Arm, als ich die letzte Spritze bekam und die Geräte abgeschaltet wurden.
Für meine Mama brach eine Welt zusammen. Wir haben so lange gekämpft und dann musste ich trotzdem gehen.
Sie war so schrecklich traurig und hatte Gedanken wie "Es war alles umsonst!".
Und genau das ist meine Botschaft für Euch alle da draußen: Es war nicht umsonst! Es ist niemals umsonst, wenn Hoffnung besteht.
Ich hätte ein kurzes Leben von 4 Jahren gehabt - ohne einmal ein richtiges Zuhause zu haben. Die Liebe, die ich nie bekommen hätte. Das Spielen mit meinen Katzenfreunden... All das hätte ich nie erleben dürfen! Auch wenn es nur 3 Monate waren: es waren die schönsten 3 Monate meines Lebens! Es war nicht umsonst. Es war alles, was ich je hatte.
Ein Tier zu adoptieren bedeutet Verantwortung zu übernehmen. Wir können auch mal krank werden. Und da brauchen wir unsere Besitzer umso mehr! Bitte gebt uns nicht einfach auf. Haltet Rücksprache mit Euren Tierärzten - oft kann man, trotz teilweise schwerer Krankheit - noch viel für uns tun. Und wenn man irgendwann nichts mehr tun kann, ermöglicht uns bitte einen würdevollen Abschied: keine Schmerzen, sanft einschlafen mit Euch an unserer Seite. Das ist alles, was wir uns wünschen.
Schließt eine Tierkrankenversicherung ab. Traut Euch auch Handicap-Tieren eine Chance zu geben.
Habt ein Auge auf uns, wenn es uns mal nicht gut geht. Wir sind nicht nur einfach "Tiere", wir sind Familie. Und wir lieben Euch bis zu unserem letzten Atemzug und darüber hinaus.
All das möchte ich Euch auf den Weg geben.
Bitte gebt meine Botschaft weiter. Das ist das Letzte, was ich noch Gutes tun kann. Für meine ganzen anderen Fellfreunde da draußen.
Ich danke meiner Mama für die wundervolle Zeit. Ich danke all den Tierärzten, die so für mich gekämpft haben. Und ich danke der Katzenhilfe Hannover, dass sie meiner Mama mit Rat und liebevollen Worten beigestanden haben, obwohl ich nicht mal von Euch vermittelt wurde.
DANKE!
Vom ganzen Herzen wünsche ich allen eine besinnliche Adventszeit. Vergesst mich nicht.
Euer Sam
(2021 - 2025)
Mias erstes Weihnachten
Die kleine Katze Mia verstand die Aufregung nicht. Überall glitzerte es und es roch nach Tanne und Plätzchen. Besonders faszinierend fand sie den großen, grünen Baum mitten im Zimmer, behangen mit funkelnden Kugeln.
Als am Heiligen Abend alle im Wohnzimmer versammelt waren und die Kerzen am Baum leuchteten, schlich sich Mia leise an.
Sie fixierte eine besonders schöne, rote Kugel. Vorsichtig tippte sie mit der Pfote dagegen. Die Kugel pendelte hin und her. Plötzlich glitt ihr die Pfote aus und die Kugel fiel mit einem leisen "Kling" zu Boden, rollte aber unversehrt davon.
Alle lachten und niemand schimpfte mit ihr. Mia, verwirrt über diese Reaktion, blickte in die fröhlichen Gesichter. Sie spürte eine Wärme, die nichts mit der Heizung zu tun hatte. Schnell kuschelte sie sich unter den warmen Lichtschein des Baumes, lauschte dem fröhlichen Gesang ihrer Menschen und schnurrte leise. Das war also Weihnachten – ein Fest voller Lachen, Glitzer und Geborgenheit.
Und Mia wusste, sie war jetzt ein Teil davon.
Hallo zusammen,
ich bin Max und im August in mein neues Zuhause eingezogen.
Was soll ich sagen, es gefällt mir ausgesprochen gut hier, ich bin hier der Prinz.
Habe mich schnell eingelebt, nochmal herzlichen Dank, dass ihr mich so gut betreut habt.
Schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr
(mit wenig Knallerei).
Liebe Grüße
Max